Werner Kaegi

Publikationen

List of most important publications

BOOKS - TV-FILMS

1952 DIE SIMULTANE DENKWEISE IN J.S.BACHS INVENTIONEN, SINFONIEN UND FUGEN. BASEL
1967 WAS IST ELEKTRONISCHE MUSIK. ORELL FUESSLI ZUERICH


1968 TV-FILM "WAS IST ELEKTRONISCHE MUSIK" IN 5 PARTS FOR SWISS TELEVISION ZURICH
1970 VOM SINUSTON ZUR ELEKTRONISCHEN MUSIK. ELEKTRONIKER STUTTGART/AARAU. WITH RECORD.

 

1976 LOGIC 1. INST.OF SONOLOGY UTRECHT
1980 DESIGN OF MUSICAL DISCOVERY. INST.OF SONOLOGY UTRECHT
1983 THE MIDIM8X SYSTEM, DESC MANUAL. INST.OF SONOLOGY UTRECH
1984 MUSICIANS PITCH-FREQUENCY-CENT TABLES. INST.OF SONOLOGY
1985 DESIGN OF MUSICAL DISCOVERY, REVISED EDITION

SOME ARTICLES

1968 IDEAS SOBRE LA MUSICA ELECTRONICA, HUMBOLDT 34, HAMBURG
1969 Serie,Varietät und neue Musik. Kunstgewerbemuseum Zürich
1969 Elektronische Musik. Spiegel, Hamburg
1970 DIE ANWENDUNG DER ELEKTRONIK IN DER MUSIK. DER ELEKTRONIKER VOL.9 NO.6 PP.325-330, AARAU.
1970 ELEKTRONISCHE MUSIK IM STUDIO. NEUE ZURCHER ZEITUNG V.08.06.1970 NR.259 PG.40.
1970 VOM SINUSTON ZUR ELEKTRONISCHEN MUSIK. ELEKTRONIKER STUTTGART/AARAU. WITH RECORD.
1970 Beethoven. Tagesanzeiger v.28-11-71, Zürich
1971 EXPO70. Turicum, Zürich
1971 MUSIC AND TECHNOLOGY IN THE EUROPE OF 1970. REVUE MUSICALE PARIS
1971 Musik und Umwelt UNESCO Sympos.v.28-08-71 Salzburg
1971 MUSIQUE ET TEXTE - NOUVELLES POSSIBILITES ENTRE LA MUSIQUE ET LA PAROLE, REVUE MUSICALE SUISSE NOV/DEC 71, VOL.111.
1971 MUSIC OF OUR TIME - A VICTIM OF TECHNOLOGY. THE WORLD OF MUSIC VOL.13, NO.1 PP.4-17
1972 A NEW APPROACH TO A THEORY OF SOUND CLASSIFICATION INTERFACE 1, PP.93-109
1973 A MINIMUM DESCRIPTION OF THE LINGUISTIC SIGN REPERTOIRE PART 1, INTERFACE 2, PP.141-156
1973 Was ist Sonologie? Inst.for Sonology Utrecht
1974 A MINIMUM DESCR. PART 2, INTERFACE 3, PP.137-158
1974 MUSIK UNSERER ZEIT - EIN OPFER DER TECHNIK? MUSIK UND BILDUNG MAINZ 7/8 1974
1975 DAS PROBLEM DER MENTALEN CODIERUNG UND DECODIERUNG VON MUSIKALISCHER INFORMATION. FONDS NATIONAL SUISSE, BERNE, PROJECT 1.559-0.71,FINAL REPORT
1976 VOSIM - A NEW SOUND SYNTHESIS SYSTEM. ÄS CONVENTION ZUERICH MARCH 1976. PAPER IN COLLAB.WITH S.TEMPELAARS
1976 EIN MUSIKALISCHES ZUKUNFTSMODELL. WISSENSCHAFT UND TECHNIK IM DIENSTE DER MUSIK. CONVENT.FOR MICRÖLECTRONICS MUENCHEN
1977 LE MODELE DE SYNTHESE DE SON VOSIM ET SES ASPECTS PSYCHOACOUSTIQUES. PROCEED.SYMPOS.SUR LA PSYCHOACOUSTIQUE IRCAM PARIS JULY 11-13
1978 VOSIM - A NEW SOUND SYNTHESIS SYSTEM. JAES VOL.26 NO.26 PP.419-425 NEW YORK CITY
1982 ANALYSE UND SYNTHESE VON MUSIKALISCHEN KLÄNGEN MIT DEM COMPUTER. SEQUENZEN, MUSIKWISS.INSTITUT UNIVERSITÄT MUENSTER I.W.
1982 Associative Music. Introduct.to program concert oct 11,1982
1983 Ecriture automatique.Inleid.programma concert 12 juni 1985
1983 ELEKTRONISCHE MUSIK. DEUTSCHER MUSIKRAT, ZEITGENÖSSISCHE MUSIK IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND. BAND III, BONN.
1983 MUSIK UND COMPUTER. REVUE MUSICALE SUISSE VOL.123 JAN/FEB 83 PP. 3-10
1984 THE MIDIM SYSTEM, PROCEED. ICMC84 ROCHESTER N.Y.
1984 MUZIEK EN COMPUTER. NAG/AES CONVENTION DEN HAAG 12 DEC 1984 PUBL.IN: MUZIEK EN AKOESTIEK, NED.AKOEST.GENOOTSCHAP PUBL.NR.76 JUNI 1985 PP.43-50
1986 CONTROLLING THE VOSIM SYSTEM,INTERFACE VOL.15,2-4 PP.71-82
1986 THE MIDIM LANGUAGE AND ITS VOSIM INTERPRETATION,INTERFACE VOL.15,2-4 PP.83-161
in preparation:
DIARY 1961-70
LECTURES AND PUBLICATIONS part 1

DISCOGRAPHY

1970 KYOTO: RECORD COMMUNAUTE DE TRAVAIL POUR LA DIFFUSION DE LA  MUSIQUE SUISSE CTS 44, LAUSANNA
1970 VOM SINUSTON ZUR ELEKTRONISCHEN MUSIK. ELEKTRONIKER STUTTGART/AARAU. RECORD.
1988 RITOURNELLES: COMPACT DISK LDC 278044/45 (CULTURES ELECTRONIQUES 2, BOURGES 1987/15E CONCOURS INTERNAT. SERIE GMEB/UNESCO/CIME)

  


Werner loves making small cartoons. Very often he draw them on whatever paper there was: a page of a calendar or just a napkin.

Vocalulu - Lulu, Werners dog demonstrates the different vowel-sounds

Vocalulu

For his children he made numerous drawings of tales, machines, funny situations or future

Werner loved making educational drawings to explain his son how things work

  

 

 

Chaos und menschliche Ordnung / Probleme der elektronischen Musik

Vortrag gehalten an den Musikwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Zürich am 14. 03. 1966 und Bern am 21.04.1966, eingeladene Arbeit.

Verehrte Damen und Herren,

viele  Fragen, wie sie im Hinblick auf die  elektronische  Musik gestellt werden, sind die Folge  unklarer Vorstellungen  und  vorgefasster  Meinungen.  Ein  Versuch, sie zu beantworten, bringt keine Klärung, sondern verstellt den Zugang zum Verständnis der eigentlichen Anliegen und Probleme der elektronischen Musik. Das mag zum Teil daher rühren, dass bereits der Begriff 'Musik' durchaus nicht jene gesicherte Grösse ist,  welche erlaubte, mir nichts dir nichts ein Urteil zu fällen darüber, was unter Musik nun eigentlich zu verstehen sei. Es besteht ja kein Zweifel, dass beispielsweise die Zeitgenossen von Guillaume Dufay* unter Musik etwas ganz anderes verstanden haben als die Bewunderer Richard Wagner’s, ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, welche ein Gespräch mit einem singenden Beatnik unserer Tage über diesen Gegenstand  bieten würde. Wenn also von Musik die Rede ist, dann ist stets eine ganz bestimmte Musik, niemals aber die Musik schlechthin gemeint. Man wird nun allerdings einwenden können,  dass es auch für den Begriff  'Musik'  so etas gebe wie einen common sense, eine Übereinkunft darüber, was wir ganz allgemein unter ‚Musik’ verstehen wollen. Mag sein, dass es derartiges gegeben hat, zum Beispiel in jener Gesellschaft, in deren Schoss die Begegnung des alten Johann Sebastian Bach mit Friedrich dem Grossen stattgefunden hat, wohl auch im Kreis um Arnold Schönberg; und auch heute mag es immer wieder derartiges geben. Von einem weltweiten common sense kann in unserer pluralistischen Gesellschaft jedoch keine Rede sein. Der Begriff 'Musik' ist stets im Sinn einer bestimmten Ersccheinungsform von Musik aufzufassen. Ein Wortstreit von der Art: "Elektronische Musik ist keine Musik" ist ein denkbar schlechter Ausgangspunkt für die Erforschung von Neuland. Zur Erhellung unseres Gegenstandes bietet es also wenig Vorteile, den bereits längst ein-gebürgerten Begriff 'Elektronischen Musik' unnötigerweise immer wieder in  Frage  zu stellen. Beigefügt sei, dass wir uns bemühen werden, in den folgenden  Ausführungen ästhetische Werturteile nach Möglichkeit auszuklammern.

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Self-portrait 1939

Self-portrait ca. 1965

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